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Comic Blog


Mittwoch, 25. Mai 2011

Storm 18 – Die Roboter von Danderzei

Filed under: SciFi — Michael um 8:42

Storm 18 - Die Roboter von DanderzeiAls Sklave verkauft zu werden, stand nicht auf dem Fünfjahresplan von Storm, Rothaar und Nomad, obwohl die drei Freunde wirklich viel erlebt haben. Sie nutzen die scheinbar günstigste Gelegenheit, um die Flucht zu ergreifen, haben aber nicht mit der Kaltblütigkeit der Sklavenjäger gerechnet. Diesen ist sehr schnell klar geworden, wie sie den schwarzhaarigen Mann und den rothäutigen Koloss unter Druck setzen können, nämlich über Rothaar. Die Sklavenfänger binden die junge Frau kurzerhand auf eine Walfangharpune fest und drohen damit, diese abzuschießen, sollten Storm und Nomad ihr unsinniges Aufbegehren nicht sofort einstellen. Storm gehorcht und wieder beginnt ein Abenteuer, das er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt hätte.

Danderzei: Die von Martin Lodewijk geschilderte Roboterwelt imitiert eine menschliche Zivilisation. Diese scheinen jedoch aus unterschiedlichen Epochen zu stammen. So findet sich eine fliegende Polizei (standesgemäß ausgerüstet mit Wasserwerfern, die hier eine ganz andere Bedeutung haben) neben der Einrichtung einer Sklavenhaltung, Gladiatorenkämpfe inbegriffen. In dieser Welt landen Storm, Rothaar und Nomad inmitten einer revolutionären Umwälzung, denn die Sklavenhaltung steht auf der Kippe. Die Roboter, optisch vage an japanische Vorbilder erinnernd, sollen sich vom Spiel mit den Weichwesen verabschieden.

Eine neue Aufgabenstellung für Don Lawrence: Bevor es allerdings überhaupt in der Roboterwelt zur Sache geht, ist die Reise dorthin bereits ein außergewöhnliches Abenteuer und ein optischer Hochgenuss. Lawrence, der die herkömmliche Malweise mit Bleistift, Tusche, Farben und Pinsel in einem Comic zur Meisterschaft entwickelte, beginnt das Szenario eher mit gewohnten Bildern in einer Hafenkneipe. Auch als Leser könnte man glauben (würde das Titelbild nicht bereits sehr viel verraten), dass nun eine zwar phantastische, aber immerhin eine im Rahmen des Pandarve-Universums bleibende Geschichte stattfindet. Doch sehr schnell geht es hinein einen Sturm, an dessen Ende ein ungewöhnlicher Treffpunkt wartet.

Das Design heißt Chaos. Vage funktionell sehen die die Maschinen aus, jede bunt und vor Kraft strotzend, aber auch ein wenig irr und wirr in der Imitation eines humanoiden Lebewesens. Der Humor, der in ihrem Aussehen zu finden ist, vergeht schnell bei der Ansicht ihrer früheren Experimente mit den Weichwesen, wie sie die Menschen nennen. Der Komik steht die Brutalität des Gladiatorenkampfes entgegen, der auch einen Conan-Szenario entsprungen sein könnte. Diese handfeste Phantastik gipfelt in einem Vorläufer der Matrix. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls rückblickend, wenn Storm in der virtuellen Welt einen Angriff startet und seinem Zeichner ein Höchstmaß an Technik und Disziplin abnötigt.

Großartiger Anhang: Sehr schöne Beispiele aus der vorgestellten Geschichte, in vergrößerter Ansicht, und zahlreiche Zeichnungen zeigen die Entwicklungsarbeit von Don Lawrence. Betrachtet man das eine oder andere Bild werden mit den gezeigten runden Formen, der leichten Abstraktion auch Parallelen zum späteren Moebius geweckt. Fakt ist auf jeden Fall, dass Lawrence seine Fähigkeit zur Konstruktion von Figuren und Umgebungen zum Schluss in Perfektion betrieb. Die hier gezeigten Beispiele sind ein toller Beweis dafür.

Roboter: Auch diese machen im Storm-Universum eine gute Figur. Diese neue Welt im Pandarve-Universum, von Robotern regiert, in japanischem Design, weiß im Verlauf der Handlung mit immer neuen Wendungen zu überraschen. Besonders der Schluss ist gerissen. 🙂

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