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Comic Blog


Donnerstag, 28. April 2011

Die Schlümpfe 2

Filed under: Comics für Kinder — Michael um 21:05

Die Schlümpfe 2 - Schlumpfissimus, König der SchlümpfeEr möchte gerne schön spielen, leider sind seine Mitschlümpfe anderer Ansicht. Der Misston aus seiner Posaune ruiniert das gesamte Stück. Traurig zieht der Schlumpf in den Wald, trötet und wird dabei beobachtet. Ein Zauberer, Gargamel, den Schlümpfen nicht unbekannt, sieht eine Gelegenheit, um den Schlümpfen eins auszuwischen. Flugs hat er sich verkleidet, sehr schlecht zwar, aber dem Schlumpft fällt es nicht auf. Und so kommt es, wie es nicht kommen soll und die Schlümpfe sind wieder einmal in großen Schwierigkeiten.

Revolution! Ein Schlumpf an der Macht! Nun, wollte man auf kindgerechte Weise erklären, wie es jemandem gelingen kann, die Macht zu ergreifen und ein Tyrann zu werden, müsste nur die vorliegende zweite Folge der Schlümpfe mit dem Titel Schlumpfissimus, König der Schlümpfe gelesen werden. Peyo schickt Papa Schlumpf auf eine Expedition. Lange bevor Schlumpfinchen das Zepter ergriff und den Bürgermeister der Schlumpfe vertrat, versuchte ein anderer die Gelegenheit zu nutzen und griff nach der Macht. Ohne Wenn und Aber. Es beginnt harmlos mit einer der üblichen Auseinandersetzungen, wenn die Schlümpfe sich nicht einig sind, wer denn nach Papa Schlumpf das Sagen hat. Der Auseinandersetzung folgt ein Wahlkampf.

Bereits an dieser Stelle zeigt Peyo wie Versprechungen und Bestechungen einen Kandidaten sehr weit nach vorne bringen können. Sehr bald ist auch klar, dass all die Versprechungen niemals eingehalten werden können. All das, was in den Nachrichten tagtäglich zu lesen und zu hören ist, was für Kinder höchstwahrscheinlich böhmische Dörfer sind, könnte kaum eingängiger geschildert werden. Aus Schlumpfhausen wird nach und nach eine Bananenrepublik.

Keine Lehrstunde: Natürlich ist diese Schlumpfgeschichte nichts, was mit erhobenem Zeigefinger und voller Belehrung daher kommt. Peyo hätte nicht dieses überragende Händchen besessen, wenn er nicht mit großem Humor an das Thema herangegangen wäre. So dürfen all die bekannten Schlümpfe mit ihren besonderen Fertigkeiten für allerhand Trubel sorgen, bevor sich das Blatt wendet und sich eine gegnerische und aufrührerische Fraktion entwickelt. Bis dahin muss ein Schlaubi längere Zeit im Gefängnis verbringen und sich wundern, warum ihn niemand befreit.

Peyo mag nicht der Erfinder der Knuffigkeit in Cartoons gewesen sein, aber er beherrschte es perfekt. Ein Schlumpf, viele Schlümpfe, zuweilen schlumpft es so sehr, dass man als Leser keinen mehr auseinanderhalten kann. Aber das macht nichts. Chaos und Masse ist hier Methode, die sehr viel Spaß in sich birgt. Damit das Szenario nicht ganz so lehrreich bleibt, findet sich mit dem Abenteuer Schlupfonie in C eine Geschichte, die sich weniger am Realismus anlehnt. Jeder hat so seine Ansichten von Musik. Zuerst hat es den Anschein, als würden sich die Schlümpfe zu einer großen Gemeinschaft bzw. Orchester zusammenfinden und das ideale Stück spielen.

Falsch. Ein kleiner Schlumpf kommt dem Ganzen mit seiner Tröte in die Quere. Doch daraus entwirft Peyo geschickt eine Handlung zum Thema Einer für alle. Nach einer sehr wuseligen Episode ist die Konzentration auf eine Figur gar nicht einmal die schlechteste Abwechslung. Mit einer kleinen Übersicht über verschiedene Schlümpfe schließt der vorliegende Band ab.

Sehr schön, schlumpfige Unterhaltung nicht nur für die Kleinen. Slapstick, Situationskomik in der zweiten Episode, durchdachte Komödie in der ersten Episode. 🙂

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