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Comic Blog


Montag, 05. Januar 2009

Star Wars Legacy IV – Unbezwingbar

Filed under: SciFi — Michael um 22:24

Star Wars Legacy IV - UnbezwingbarDie Ereignisse nehmen ohne Cade Skywalker ihren Fortgang. Bei seiner Flucht hat er tiefe Wunden hinterlassen, nicht nur körperlich. Stolz wie auch Selbstachtung wurden angekratzt, ein Umstand, den ein Sith nie zugeben würde, aber das Verhalten aller Beteiligten spricht Bände. Sie sind eben nicht unbezwingbar, auch wenn sie sich gerne mit diesem Mythos umgeben. Die Macht hat anderen Kräften den Vorzug gegeben. Die Sith herrschen nun über das Imperium, oder vielmehr das, was davon noch übrig ist. Es gibt Rebellen, die den Sturz des Systems wollen und es gibt ehemalige Imperiale, die ein Imperium ohne Sith wollen. Manchmal ist der Feind meines Feindes mein Freund – oder wenigstens ein zeitweiliger Verbündeter.

Die Feinde des herrschenden Imperiums haben sich einen neuen Schachzug ausgedacht. Es gilt, das Prestige des Feindes zu beschädigen. Was wäre naheliegender als den neuen Supersternzerstörer, der noch in der Werft um den Planeten Mon Calamari andockt und noch nicht bewaffnet ist, zu stehlen. Ein halsbrecherisches Unterfangen nimmt seinen Lauf. Die Rebellen haben mit Gegenwehr gerechnet. Sie haben mit Vergeltung gerechnet. Aber mit der absolut von Hass und Lebensverachtung durchdrungenen Einstellung der Sith hat niemand, auf keiner Seite gerechnet – außer die Sith selbst.

Die Sith müssen zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Das kratzt, wie man landläufig sagt, an ihrem Ego und hat für so manchen Beteiligten schlimmste Konsequenzen zur Folge. In bester Sith-Manier – also so, wie es schon ein Imperator Palpatine es vormachte – wird ein ganzes Volk für den Aufstand und den Verrat einiger weniger bestraft.

John Ostrander, Autor der vierten Episode von Legacy, jener Geschichte aus dem Star Wars-Universum lange nach Luke Skywalker und seinen Freunden, beschäftigt sich hier mit Geschehnissen außerhalb des Szenarios um die Erben Skywalkers. Wie der Fan es aus der alten Zeit der klassischen Episoden her kennt (Episode IV bis VI), bäumen sich die Unbeugsamen wieder gegen das Regime auf, greifen an, versetzen Nadelstiche … und mehr ist es letztlich nicht. Das neue Imperium hat nicht einen Sith, es hat deren mehrere, wird sogar auf dem imperialen Thron von einem geführt. Darth Krayt, Imperator, muss seine Macht allzu sehr auf die Stabilisierung seines Körpers konzentrieren, um wirklich zu allen Zeiten an allen Brandherden präsent zu sein.

Sehr schön zeigt Ostrander, dass Gefühlskälte noch lange kein Ersatz für eine analytische Vorgehensweise ist. Die Impulsivität dieser Anhänger der dunklen Seite, optisch allesamt Kinder eines Darth Maul, zerrt allseits an den Nerven. Die Stimmung unter den Sith ist stets gereizt, kein Wunder, da es für Versagen eigentlich nur eine Strafe gibt. Eigentlich? Darth Wyrrlok (siehe Coverabbildung) ist besonnen genug, um den Verlust von Mitteln zu erkennen, die an anderer Stelle noch nützlich sein können. Durch seine Fürsprache werden zwei Sith vor dem Tod bewahrt. So entsteht der Eindruck – nimmt man die anderen Sith hinzu – dass sich die Meute rund um Darth Krayt wie einzelne Wesenheiten benimmt, jeweils für eine Charaktereigenschaft stehend.

Optisch geht die Umsetzung der einzelnen Kapitel unterschiedliche Wege. Generell sind die Grafiken sehr gelungen. Hier wird schon lange nichts mehr dem Zufall überlassen. Im letzten Drittel befindet sich allerdings ein kurzer Einschub – zu kurz, leider – der anders ist, eine Spur kreativer und eigenständiger. Er hat ein wenig Guy Davis, ist ein wenig karikiert, aber sehr dynamisch, fast schon ein wenig an die aktuelle Zeichentrickserie rund um die Klonkriege angelehnt. (Leider lassen sich über den Zeichner keine Aussagen treffen, da hier wohl zu Beginn Informationen nicht vorhanden sind.)

Besonders hervorzuheben ist noch die abschließende Episode, die losgelöst von der Hauptgeschichte zu betrachten ist und unabhängig davon gelesen werden kann. Darth Wyyrlok begegnet einem sehr alten Sith. Wie schon in der Begegnung zwischen Darth Vader und Darth Maul geht es auch hier zur Sache. Die optische Faszination wird vor allem durch die verschiedenen Erscheinungen und unterschiedlichen Kampfweisen der beiden Sith hervorgerufen. Sehr spannend und gleichzeitig ein kleiner Blick hinter die Kulissen der Geschichte der Sith (so hat es tatsächlich einer geschafft, den Tod zu besiegen).

Ein Zwischenspiel, in dem die Sith eine wichtige, aber nicht unbedingt die Hauptrolle spielen. Auch dieser zeitliche Abschnitt hat seine Helden am Rande. Hier dürfen sie in den Vordergrund treten. Grafisch wie gewohnt top, bietet der vierte Teil von Legacy noch ein paar neue Einblicke in das Gefüge der Sith. 🙂

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