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Comic Blog


Sonntag, 04. Mai 2008

World War Hulk – Prolog

Filed under: Superhelden — Michael um 15:36

World War Hulk - PrologDer Hulk ist sehr wütend. – Das ist keine Neuigkeit, doch diesmal hat er einen Grund dazu. Seine Frau ist tot. Sein ungeborenes Kind ist tot. Er wurde von der Erde verbannt. Und er weiß, wer dafür verantwortlich ist: Mister Fantastic, Doktor Strange, Iron Man und Black Bolt. Die Welt kennt sie als Helden. Für ihn sind sie nur noch Verschwörer, die sterben müssen.
Aus dem Hulk ist etwas Neues geworden. Er ist nicht mehr die wütende Identität eines kleinen Wissenschaftlers. Er hat die Oberhand gewonnen. Er ist nun der Hulk und kein Wesen mehr, das zeitweise und unerwünscht durchbricht.

Mittels seiner neuen Freunde hat er gelernt, seine Wut im Zaum zu halten. Meditation ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Korg, Miek, Heroim, Elloe, Brood und Arch-E-5912 dürften die ungewöhnlichsten Helfer sein, die je an Hulks Seite waren. Allenfalls die Inhumans können mit dieser kurios phantastischen Gruppe verglichen werden.

In verschiedensten Sequenzen wird der Leser nicht nur durch die Erinnerungen an den Planet Hulk aufgeklärt, auch uralte Begebenheiten rücken noch einmal in das Bewusstsein.
Interessant, wie der Hulk zu dem Schluss kommt, dass Tony Stark den Hulk, oder auch Bruce Banner schon immer gehasst haben muss. Einst ein Rächer zum Wohle aller, nun ein Rächer im eigenen Interesse.

Die verschiedenen Auseinandersetzungen, die hier seitenweise angerissen werden und die sich in der Marvel-Vergangenheit immer wieder ereigneten, bieten einen Ausblick auf das, was die Helden auf der Erde erwartet – zumal der Hulk auf seiner Reise bereits zeigt, dass er nicht gewillt ist, Gefangene zu machen. Hulk sieht sich selbst dabei, wie er Black Bolt den Kopf eindrückt. Das Maß der Gewalt ist recht hoch.

Jennifer Walters, jene, die dem Hulk als She-Hulk etwas entgegenzusetzen gehabt hätte, hat ihre Kräfte verloren. Vielleicht kann sie besänftigend auf ihren Cousin einwirken. Ihre Panik ist in der Erwartung seiner Ankunft nicht gespielt. Der Hulk kehrt zu einer Zeit zurück, in der das Superheldentum im Wandel begriffen ist.
Die Auseinandersetzung zwischen ihr und Leonard, einem anderen ehemaligen Mitglied der Hulk Busters, die Szenen aus der Vergangenheit wie auch der Anreise des Hulk sind von unterschiedlichen Zeichnern umgesetzt worden. Der Gegensatz zwischen dem alten Hulk, der in Urzeiten gegen das Ding antrat, und dem neuen Hulk, der als Gladiator antrat, ist deutlich. Der alte war monströser, gedrungener, während der neue deutlich schlanker und (noch) größer wirkt.

Der alte Hulk mag etwas eindimensionaler gewesen sein, während der neue Hulk andere Möglichkeiten bietet (siehe auch House of M, die Handlungslinie während derer Hulk zu einem Beschützer Australiens wird). Durch die zunehmende Intelligenz des grünen Riesen steigt auch seine Berechenbarkeit. Vorbei die Zeiten als der Hulk das Schicksal der Menschheit wegen eines Wunsches nach einer Mahlzeit besiegelte – siehe das Abenteuer des Hulk an der Seite des Dings auf einer fernen Welt.
Interessanterweise wird in der kleinen Mini-Marvel-Episode das Schicksal des Hulk auch durch seinen Hunger besiegelt. Er isst Namors Butterbrot auf und wird dafür auf einen fernen Gladiatorenplaneten verbannt. Auch das wäre ein möglicher Ausgangspunkt für Planet Hulk gewesen – zumindest ein lustiger.

Für alle, die Planet Hulk verpasst haben und keine Erklärung für Hulks Hass haben, bietet der Prolog die nötigen Informationen – und mehr, denn gleichzeitig wird noch ein (sehr) kurzer Querschnitt seines Werdegangs präsentiert. Eine Vorstellung seiner weniger bekannten neuen Gefährten rundet den Anhang ab. 🙂

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